Große Schalker
Ernst Kuzorra
Daten
(*16. Oktober 1905 in Gelsenkirchen; † 1. Januar 1990 in Gelsenkirchen)
Er spielte in den Zwanziger bis Vierziger Jahren für den FC Schalke 04 und wurde mit der Mannschaft sechsmal Deutscher Meister und einmal Gewinner des Tschammerpokals. Zusammen mit seinem Schwager Fritz Szepan schuf er den Schalker Kreisel. 1950 beendete er mit 45 Jahren seine aktive Laufbahn als Spieler.
Kuzorra trug von 1927 bis 1938 12 Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft und erzielte dabei 7 Treffer. Dass es nicht mehr als 12 Länderspiele in 11 Jahren wurden, lag vor allem an dem schlechten persönlichen Verhältnis zu Reichstrainer Otto Nerz.
1985 wurde Ernst Kuzorra zum Ehrenbürger von Gelsenkirchen ernannt.
Weil der damalige Vereinspräsident des FC Schalke 04, Günter Eichberg (der "Sonnenkönig"), nicht rechtzeitig zur Beerdigung erschien, aber unbedingt auf dem offiziellen Foto der Beisetzung zu sehen sein wollte, wurden nach der Beisetzung Kuzorras der Trauerzug und die Kranzniederlegung ein zweitesmal durchgeführt. Entgegen gelegentlich kursierenden Gerüchten wurde der Sarg Kuzorras dafür selbstverständlich nicht noch einmal ausgegraben.
An Jesus kommt
keiner vorbei, außer
Reinhard "Stan" Libuda
Daten
(* 10. Oktober 1943 im ostwestfälischen Wendlinghausen bei Lemgo, † 25. August 1996 in Gelsenkirchen)
Libuda bestritt zwischen 1963 und 1971 26 A-Länderspiele, in denen er 3 Tore erzielte. Er spielte in der Bundesliga für den FC Schalke 04 sowie für den BV Borussia Dortmund. In 264 Bundesligaspielen erzielte er 28 Tore und erhielt eine Gelbe und eine Rote Karte. Seinen Spitznamen 'Stan' bekam er in Anlehnung an den legendären englischen Rechtsaußen Sir Stanley Matthews, dem Erfinder des berühmten Matthews-Trick (= links antäuschen, rechts vorbeigehen), den Stan Libuda perfekt beherrschte.
Sein bekanntestes Tor erzielte der als schüchtern und pressescheu geltende Spieler am 5. Mai 1966. Mit einer Bogenlampe aus großer Entfernung schoss er Borussia Dortmund zum 2:1-Sieg gegen den FC Liverpool und damit zum Sieg im Europapokal der Pokalsieger.
Der Höhepunkt seiner Karriere war der dritte Platz mit der Deutschen Fußballnationalmannschaft in Mexiko 1970. Die deutsche Mannschaft war an der Weltmeisterschaft in Mexiko nur dank seines 3:2-Siegtores im Qualifikations-Spiel gegen Schottland dabei.
Dem positiven Höhepunkt folgte 1971 der Abstieg, da er in den Bundesliga-Skandal von 1971 verwickelt war. Der DFB sperrte ihn deshalb auf Lebenszeit, begnadigte ihn 1974 aber wieder. Weil der Dribbelkünstler in der Zwischenzeit nicht in der Bundesliga spielen durfte, kickte er in Frankreich bei Racing Straßburg. 1974 kehrte er für eine Ablösesumme von 350.000 DM zu Schalke 04 zurück. 1976 beendete er seine aktive Laufbahn.
Die Zeit nach dem Fußball verlief weniger glücklich für Libuda. Lange Zeit lebte er verarmt und vereinsamt in Gelsenkirchen. Einen Job bekam er nicht, weil er bereits mit 17 Jahren einen Profivertrag bei Schalke 04 unterschrieben und deshalb seine Lehre zum Maschinenschlosser abgebrochen hatte. 1992 musste er wegen eines Kehlkopfkrebses operiert werden. 1996 starb Libuda an einem Schlaganfall.
Eine bekannte Anekdote zu Reinhard Libuda: In den 1960er Jahren bewarb der Prediger Werner Heukelbach im Ruhrgebiet seine Veranstaltungsreihe durch Plakate mit der Aufschrift "An Jesus kommt keiner vorbei." Es soll nicht lange gedauert haben, da hatten die Schalke-Fans darunter geschrieben: "... außer Libuda." Noch heute erzählt man, nicht nur im Revier, sondern auch in Sportreportagen und TV - Berichten von dieser Begebenheit.
Olaf Thon
Daten
(*1. Mai 1966 in Gelsenkirchen)
Er spielte als Mittelfeldspieler und als Libero von 1984 und 2002 443 Mal in der Bundesliga für den FC Schalke 04 und den FC Bayern München. Mit Bayern München wurde er 1989, 1990 und 1994 Deutscher Meister, mit Schalke holte er 1997 den UEFA-Cup und wurde 2001 und 2002 DFB-Pokalsieger.
Bekannt wurde Thon 1984 durch ein DFB-Pokalspiel zwischen Schalke und Bayern, in dem Thon als Achtzehnjähriger drei Tore schoss, und das nach Verlängerung 6:6 endete (Das Rückspiel gewann Bayern 3:2).
Er trug zwischen 1984 und 1998 52 Mal das Trikot der Deutschen Fußballnationalmannschaft und erzielte 4 Treffer. Er nahm an den Fußballweltmeisterschaften 1986, 1990 und 1998 teil und wurde 1986 Vizeweltmeister und 1990 in Italien Weltmeister.
Olaf Thon beendete 2002 nach mehreren langwierigen Verletzungen seine Karriere als Bundesligaspieler.
...Das große Idol
meiner fußballerischen Jugend...
Mr. Fallrückzieher
Klaus Fischer
Daten

Mir tun heute
noch die Knochen weh, wenn ich mich daran erinnere wie wir als Kids den
berühmten Fallrückzieher nachgespielt haben. Bei mir hat es dann aber auch
irgendwann ganz gut funktioniert.